Die Symbolik der Epiphanien

in Peter Handkes Texten

Strukturmomente eines neuen Zusammenhanges

Wolfram Frietsch


228 Seiten / Softcover / 2. Auflage / ISBN 978-3-935164-13-9 / Print: € 20,00 / E-Book: € 9,99 / Bestellen


„Diese andere Zeit bedeutet nicht etwa die Zukunft oder die Vergangenheit, sie war ihrem Wesen nach eine ANDERE ZEIT als die, in der ich sonst lebte, und in der ich vor und zurück dachte … Mein Leben bis jetzt, das durfte noch nicht alles sein!“

(Handke, Der kurze Brief zum langen Abschied, S.197)

 

Die Andere Zeit, der Würfel, die drei Dinge, die Zypresse, der Atem, das Mississippierlebnis … Was ist der Schlüssel zum Verständnis der Epiphanien in Peter Handkes Texten?

 

Epiphanien charakterisieren sich als plötzlich eintretende ekstatische Erfahrung begriffsloser Erkenntnis, die zur Aufhebung der Subjekt-Objekt-Grenze und des Zeitbegriffs führt. Die Folge ist ein Glücks- und Einheitsgefühl, eine gesteigerte und intensive Wahrnehmung, die Verbundenheit mit allem aufblitzen lässt.

 

Es zeigt sich, dass jede Epiphanie ein symbolisches Zentrum aufweist, gebildet durch eine Person, einen Begriff, eine besondere Erlebnisqualität oder einen Namen. Damit offenbart sich eine weitere umfassende Bedeutungsebene der Epiphanie. Außerdem erweist sich die Symbolstruktur der Epiphanie als nützliches Moment, um den Zusammenhang der Handke-Texte untereinander zu betonen.

 

So kann eine weitere umfassende Bedeutungsebene der Epiphanie transparent gemacht werden. Die ausgewählten Epiphanien werden in Hinblick auf die Symboltradition erschlossen, und es ergibt sich eine bemerkenswerte Neuinterpretation der anscheinend bekannten Texte Peter Handkes.


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