Ulrike Wendeling-Schröder /
Werner Meihorst / Ralf Liedtke:

DER INGENIEUR-EID


ETHISCHE – NATURPHILOSOPHISCHE – JURISTISCHE PERSPEKTIVEN

Umfang: 220 Seiten, Hardcover gebunden,
mit einem Vorwort von Karl-Heinrich Schwinn,
Präsident der Bundesingenieurkammer
und einem Beitrag von H.R.H. The Prince of Wales,
1. Auflage 2000

 

Kurzinhalt:
Technikethik und Ingenieurethos (Werner Meihorst)
Von der Technologie zur Technosophie (Ralf Liedtke)
Der Sinn für das Sakrale (H.R.H. The Prince of Wales)
Die Eidesformel (Ralf Liedtke)
Rechtsgutachten (Ulrike Wendeling-Schröder / Heike Janssen)
Musterberufsordnung der Bundesingenieurkammer


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ISBN 978-3-935164-00-9
EUR 19,90
Hardcover, gebunden, 220 Seiten
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Kurzbeschreibung:
Das vorliegende Buch dokumentiert den konkreten Vorschlag für einen Berufseid der Ingenieurinnen und Ingenieure. Die rechtlichen, philosophischen und berufsständischen Belange werden dargestellt. Richtungsweisend ist der hippokratische Eid der Ärzte, wie er von alters her dem Schutz des Menschenlebens dient. Grundlegend gewandelte Technikdimensionen verlangen von heutigen Ingenieurinnen und Ingenieuren ein neuartiges Verantwortungsbewusstsein für Mensch und Umwelt. Die Gesellschaft fordert von der Ingenieur-Profession das Bekenntnis zu ihrer Berufsethik ein. Das Buch bietet dazu Wegweisungen.

Warum ein Ingenieur-Eid?
Das Buch Der Ingenieur-Eid dokumentiert den konkreten Vorschlag für einen Ethikkodex der Ingenieurinnen und Ingenieure. Richtungweisendes Vorbild ist der hippokratische Eid der Ärzte, dessen moralische und rechtliche Verbindlichkeit von alters her dem Schutz des Lebens dient. Der Vorschlag für einen Berufseid ist Ausdruck eines neuen, globalen Verantwortungsbewusstseins im technischen Umgang mit der Natur. Er ist gleichermaßen offenes Bekenntnis wie autonome Selbstverpflichtung der Ingenieurinnen und Ingenieure zum aktiven Schutz von Mensch und Umwelt.

Was sind die historischen Grundlagen dieses Eides?
Der Ingenieureid stellt ein Bekenntnis zur technischen Vernunft dar. Die historische Legitimation des Eides bildet einen Schwerpunkt des Buches, denn eine fundierte technologische Verantwortungshaltung darf nicht ausschließlich auf die Sorge um unsere menschliche Zukunft bauen, sondern sie bedeutet vor allem auch sorgsame Auseinandersetzung mit Gewesenem. Deshalb ist der naturphilosophische Rückblick unbedingt notwendig. Er erlaubt die Herleitung des Eides und seiner ethischen Grundsätze aus einer langen Tradition technischer Vernunft.

Worauf verpflichten sich die Ingenieurinnen und Ingenieure?
Ingenieurverantwortung ist eine Angelegenheit, die sowohl die Köpfe als auch die Herzen fordert. Sie erschöpft sich nicht in beruflichem Wohlverhalten, sondern engagiert sich für die Bewahrung des Eigenwertes und -rechtes von Mensch und Natur. In dieser Hinsicht geht der Ingenieureid über bereits bestehende Standeskodizes weit hinaus. Die Mitglieder der Bundesingenieurkammer bekunden ein neues Bewusstsein für die Einheit von Mensch, Natur und Technik.

Der Inhalt:
Vorwort Karl-Heinrich Schwinn
I Technikethik und Ingenieurethos (Werner Meihorst)
Ethikkonjunktur
Ingenieurkunst und Technik-Ethik
Ingenieur 2000
Ingenieur-Ethos

II Von der Technologie zur Technosophie (Ralf Liedtke)
Methodik und Systematik
Philosophische Begründung
Drei zeitliche Dimensionen von Verantwortung
Systematisierung: Warum ist der Eid erforderlich?
Warum sollen ausgerechnet Ingenieure vereidigt werden?
Was leistet der Eid über bestehende Ethikkodizes hinaus?
Wie kann das Gefühl für Verantwortung geweckt werden?
Historisierung: Wie begründet sich der Eid geschichtlich?
Die hermetische Überlieferung der Naturlehre
Typisierung: Welchem Wissenstyp sind Ingenieure verpflichtet?
Technisches Wissen im mythologischen Kontext
Die weibliche Seite technischer Kultur
Strukturelle Verkehrung
Pythagoras (ca. 570– 480)
Fazit und Ausblick: Technosophie im Ost-West-Dialog
Fu-Hsi und Nü-Kua – der „Hermesmythos“ des Ostens

III Der Sinn für das Sakrale Brückenschlag zwischen Islam und Abendland (H.R.H. The Prince of Wales)

IV Die Eidesformel (Ralf Liedtke)
Deduktive Struktur und Sprachgefühl
Der Name des Eides
Termaximus – Eidesformel mit Kurzkommentar

V Rechtsgutachten (Ulrike Wendeling-Schröder / Heike Janssen)
Ziel und Aufbau des Gutachtens
Gegenwärtige Berufsregelungen der Ingenieure
Berufsrecht und -ordnungen anderer Berufe
Möglichkeiten der Schaffung einer neuen Berufsordnung für (Beratende) Ingenieure
Berufsrechtliche Autonomiespielräume

VI Musterberufsordnung der Bundesingenieurkammer

Die Autoren:
Prof. Dr. Ulrike Wendeling-Schröder
(Universität Hannover),
Rechtswissenschaftlerin, Richterin am niedersächsischen Staatsgerichtshof
Heike Janssen (Universität Tübingen), Rechtswissenschaftlerin, Promotionsstipendiatin der Deutschen Forschungsgemeinschaft am Zentrum für Ethik in den Wissenschaften
Dr. phil. habil. Ralf Liedtke (Universität Bamberg), Privatdozent für Philosophie
Dr.-Ing. Werner Meihorst (Hannover), Beratender Ingenieur für Bauwesen, öffentlich bestellter vereidigter Sachverständiger, Prüfingenieur für Baustatik, Ehrenpräsident der Bundesingenieurkammer
sowie der Ingenieurkammer Niedersachsen.
H. R. H. The Prince of Wales
Dr.-Ing. Karl-Heinrich Schwinn (Berlin), Präsident der Bundesingenieurkammer


Vorträge zum Thema:
Expo 2000.
Die Eröffnungsveranstaltung des Weltingenieurtages am 19. und 20. Juni 2000 hatte in mehreren Ansprachen die Ingenieurethik zum Gegenstand.
Der Europäische Ingenieurkammertag am 09. und 10. Oktober 2000 in Budapest wird sich ebenfalls mit der Thematik Technik-Ethik befassen.

Präsentation des Buches „Der Ingenieur-Eid“:
Anlass der 40-Jahre Jubiläumsveranstaltung der IWS
(Ingenieurverband Wasser- und Schifffahrtsverwaltung e.V.) vom 21. bis 23. September 2000 in Magdeburg.
Anlass der 50-Jahr Feier der DGGT (Deutsche Gesellschaft für Geotechnik) am 19. und 20. September 2000 in Hannover (Eröffnung am 19. September um 08:30 Uhr).

Buch im Bild:


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