Karin Figala und Helmut Gebelein (Herausgeber):

HERMETIK & ALCHEMIE

BETRACHTUNGEN AM ENDE DES 20. JAHRHUNDERTS

Umfang: 240 Seiten, Softcover, 8 Bildseiten, weitere Abb.,
mit einem Vorwort von Karin Figala und Helmut Gebelein.
1. Auflage 2003

 

Kurzinhalt:
Die vorliegende Aufsatzsammlung stellt die nahezu vergessene Hermetik und die mit ihr verbundene Alchemie in großer Breite dar. Sie zeigt beispielhaft den Einfluss von Hermetik und Alchemie auf Philosophie, Literatur, Chemie, Medizin, Astrologie, Spagyrik, Homöopathie, Magie u. s. w. Die Vielfalt der 12 Beiträge spricht für sich:

Ralf Liedtke: Technologische Postmoderne oder hermetisches Zeitalter?
Artur R. Boelderl: Hermetik versus Hermeneutik in Sten Nadolnys „Hermes“-Roman „Ein Gott der Frechheit“
Manuel Bachmann: Wiedergeburt der Alchemie aus philosophischer Sicht
Helmut Gebelein: Theorien der Alchemie
Horst Friedrich: Ist die Alchemie eine Pseudowissenschaft?
Karin Figala / Klaus Priesner: Ein Lexikon der Alchemie – Inhalte und Zielsetzungen
Wolf-Dieter Müller-Jahncke: Astrologie – Sympathie – Signatur: Esoterische Wissenschaften in der Naturkunde der frühen Neuzeit
Hans Gerhard Lenz: Frater Albertus – Ein Alchemist des 20. Jahrhunderts
Johanna Arnold: Spagyrik in der Heilkunde
Irmhild Mäurer: Zeitgemäße Alchemie – Das Laboratorium der Hagalis-Assoziation eröffnet Zukunftsperspektiven
Rainer G. Appell: Homöopathie zwischen Alchemie und szientistischem Selbstmissverständnis
Karin Figala / Helmut Gebelein: Das Renaissancelaboratorium – Alchemistische Forschungsstätte und Schauplatz von Spekulation und Betrug



Bestellinfo:
ISBN 978-3-935164-03-0
EUR 32,50
Pb, 249 Seiten
zzgl. Porto

Bestellung -- bitte zum Bestellformular

Kurzbeschreibung:
Mit diesem Werk soll die Hermetische Philosophie und die mit ihr verbundene Alchemie als eigenständiges Wissenssystem vorgestellt werden. Und das geschieht hier in großer Breite. Es zeigt beispielhaft den Einfluss von Hermetik und Alchemie auf Philosophie, Literatur, Chemie, Medizin, Astrologie, Spagyrik, Homöopathie, Magie u. s. w. Die Vielfalt der Darstellungen in den 12 vorliegenden Beiträgen regt den Leser zu eigener Weiterbeschäftigung an, im Sinne eines Kernsatzes der Alchemie: „Du musst Alles selbst tun“.
Die Geheimhaltung der Lehren der Alchemie ist heute – nach Ansicht mancher zeitgenössischer Alchemisten – nicht mehr nötig. Vielmehr hat „die Eliminierung des Geistes der Alchemie aus den Naturwissenschaften den Missbrauch, den wir heute beklagen, erst ermöglicht“, schreibt der theoretische Chemiker Giuseppe del Re in seinem Aufsatz „Technology and the spirit of Alchemy“.

Und wie verhält es sich mit der Hermetik? „Sie ist allen Menschen offenbar, ist sichtbar und unsichtbar und die Kinder spielen mit ihr auf der Gasse“. So einfach kennzeichnet sie Paracelsus. Und Fakt ist auch, dass sie umso mehr aus dem geschichtlichen Bewusstsein verschwand, desto erwachsener, ernster und disziplinierter die menschlichen Wissenschaften, mit ihnen die Worte und also auch die Philosophien wurden.


Weitere Informationen zu den Aufsätzen:

Ralf Liedtke wird in dem ersten Beitrag die Bedeutung der hermetischen Philosophie für unsere Zeit aufzeigen.

Der Beitrag von Artur Boelderl geht auf die Bedeutung der Figur des Hermes, des Begründers der Alchemie und der hermetischen Philosophie in der zeitgenössischen Literatur weiter ein.

Manuel Bachmann schließlich schlägt die Brücke zwischen der Philosophie und der Alchemie.

Eine Übersicht über die theoretischen Vorstellungen der Alchemie gibt Helmut Gebelein auch unter Berücksichtigung jener Auffassungen der Alchemie, die in unserem Jahrhundert eine Rolle spielen. Die Alchemie ist kein starres System, das keine Entwicklung zulässt.

Karin Figala und Helmut Gebelein, die Herausgeber, informieren über die Entwicklung des Laboratoriums. Bis ins 19. Jahrhundert hat sich das Laboratorium kaum verändert, erst die moderne Chemie und die Ausbildung der Chemiker im Laboratorium führt zu neuen Konzepten.

Als eng mit der Alchemie verbunden wird die Magie gesehen. Wolf-Dieter Müller-Jahncke informiert über Astrologie, Sympathielehre und Signaturlehre als esoterische Wissenschaften der frühen Neuzeit.

Horst Friedrich beschäftigt sich mit der Frage ob die Alchemie eine „Pseudowissenschaft“ ist oder ob ihr nicht doch der Status einer universitären Disziplin zukomme. Er setzt sich auch mit der Problematik des Begriffs „Pseudowissenschaft“ auseinander.

Eine der wichtigen Veröffentlichungen zur Alchemie ist: „Alchemie: Lexikon einer hermetischen Wissenschaft“ von Karin Figala und Claus Priesner. Im vorliegenden Beitrag erläutern sie ihre Absichten, die sie mit der Edition dieses Buches verfolgen.

Frater Albertus hat Alchemie oder genauer Spagyrik gelehrt. Seine Bedeutung liegt darin, dass innerhalb seiner Schule Vorschriften so ausgearbeitet wurden, dass sie im Labor mit modernen Apparaturen nachgearbeitet werden können. Mit dem gesamten Lehrgebäude von Frater Albertus setzt sich Hans-Gerhard Lenz kritisch auseinander.

Über Spagyrik in der Heilkunde berichtet Johanna Arnold. Sie hat in der Schule von Frater Albertus gelernt.

Irmhild Mäurer beschreibt die Arbeit des Spagyrikers Andreas Schulz, der sich mit der Herstellung spagyrischer Mittel und der Weiterentwicklung der Verfahren beschäftigt.

Rainer Appell unternimmt es darzustellen, dass die Homöopathie ihre Wurzeln in der Alchemie und der Hermetik hat, auch wenn der Begründer der Homöopathie Samuel Hahnemann dies bestritt.


Buch im Bild:


Klicken Sie hier, um zur Galerie zu gelangen.

(C) 2006 - Alle Rechte vorbehalten

Diese Seite drucken